6CR – Meeresbiologische Woche

Unsere Reise fing mit einer sehr langen Fahrt durch Österreich, Slowenien und Kroatien an. Selbst mit einer Fähre mussten wir fahren, um unser Ziel zu erreichen. Doch das lange Warten hat sich definitiv gelohnt, denn als wir in Mali Lošinj angekommen sind, und uns eine wunderbare Küste begrüßt hat, hat wohl jeder von uns schon gewusst, dass das einer der besten Schulausflüge der ganzen Zeit sein wird.  (Tina Forstner)

 

Gleich am ersten Tag nach unserer Ankunft haben wir etwas über unsere schöne Küste, genau genommen die Felsküste, gelernt. Und ich denke, nach diesem spannenden Vortrag werde ich nie wieder an einer Felsküste entlanggehen, ohne dass mir die Worte: Sprühwasserzone, Spritzwasserzone, Gezeitenzone, Braunalgen und Strandschnecke durch den Kopf gehen. (Tina Forstner)

Nachdem unser Biologielehrer völlig überrascht von einer Eidechse gebissen wurde, fuhr Christian (der Kursleiter) mit der Beschreibung der Felsküste fort: Sie wird in drei Zonen eingeteilt: das Supralitoral, das Endolitoral und das Eulitoral. Auf Deutsch heißen diese Zonen: Sprühwasser Zone (weiße Zone), Spritzwasser Zone (graue/ blaue Zone) und Gezeiten Zone (braune Zone). Das Supralitoral ist aufgrund des verwitterten Kalks weiß. Die Art der Erosion ist abiotisch, was bedeutet, dass keine Lebewesen an dem Prozess beteiligt sind. Der leicht saure Regen färbt das Gestein und die großen Temperaturunterschiede sprengen es. In dieser unwirtlichen Zone siedeln sich aber trotzdem Lebewesen und Pflanzen an: sogenannte R-Strategen. (Felix Dobringer)

 

Doch auch außerhalb des Kurses hatten wir einige lustige Momente, so machten wir einen Ausflug auf den höchsten Berg Mali Lošinj (62 Höhenmeter), auf welchem wir zuerst den Physikteststoff theoretisch aber im Anschluss auch praktisch durcharbeiteten, so entstand schlussendlich auch ein neues Klassenbild. (Matthias Grafinger)
Montagnachmittag konnten wir dann erstmals ins wunderschöne und schon angenehm warme Meer, einziger Programmpunkt war ein Schnorcheltraining. Ich war noch nie zuvor in meinem Leben geschnorchelt, aber außer dem Druckausgleich beim Abtauchen fiel mir nichts sonderlich schwer und bereits nach wenigen Minuten konnte ich das Schnorcheln total genießen. Nach dem Abendessen stand ein gemeinsamer Ausflug auf den nahegelegenen Hügel (inklusive GeoCachen & Physikfragen!) und ein gemeinsamer Besuch der Stadt Mali Lošinj an. (Felix Kainz)

Um ehrlich zu sein, habe ich mich auf die Theoriestunden am wenigsten gefreut. Aber es kam ganz anders als ich dachte. Die spannenden Vorträge waren ganz und gar nicht einschläfernd und da wir immer wieder „Praxis“ in Form von Mikroskopieren oder ähnlichem in die Theorie eingebaut haben, wurde uns nie langweilig. Doch die Theorie war nichts gegen die etlichen Schnorchel-Stunden, die wir über die Woche hinweg im Wasser verbracht haben. Jedoch schnorchelten wir nicht blöd herum, um es nur so aussehen zu lassen, als wären wir Meeresbiologen. Nein, wir haben versucht die Lebewesen zu finden und auch teilweise zu fangen, über die wir im Vorhinein im Theoriekurs gesprochen haben. Der mit Abstand imposanteste Ausflug ins Wasser war mitten in der Nacht, wo wir das Meeresleuchten unter Wasser beobachtet haben. Bei einem derart abwechslungsreichen und interessanten Unterricht ist uns die Freizeit kaum abgegangen. Oder lag es daran, dass wir von der auch genug hatten? (Lorenz Hörzing)

Neben den Kursen waren natürlich die vielen Möglichkeiten in der Freizeit toll. Egal ob der Aquapark, ein kurzer Besuch in der Stadt oder ein Spaziergang nach Veli Lošinj. Dies war natürlich nur dank der Freiheiten, die uns gelassen wurden möglich. Ein weiteres Highlight war natürlich der örtliche Bunker, den wir mit der Zeit auch immer genauer erkundet haben. (Magdalena Weilbuchner).
Wie bereits erwähnt verbrachten wir die Nächte in Zelten. Der Großteil der Klasse, sowie ich, hatten an den Zelten nicht viel zu beklagen. Man hatte einen kleinen Vorraum indem man sein Gepäck verstauen konnte und von diesen aus gesehen befanden sich links und rechts Schlafkojen. Mit einem Schlafsack und einer Unterlagsmatte war es schon fast wie im Bett. Unsere Freizeit nutzten wir auf verschiedenste Art und Weise, sei es in kleinen Gruppen oder als ganze Klasse. Wir konnten die verschiedensten Attraktionen des Campingplatzes, wie zum Beispiel den Wasserpark oder den Beachvolleyballplatz nutzen oder ins Meer schwimmen gehen. Manche entschieden sich dafür, die Insel näher zu erkunden und alte verlassene geschichtliche Gebäude näher zu untersuchen. Andere wiederum genossen den Aufenthalt in der Stadt Mali Lošinj. Für die ganz Sportlichen fand auch in der Früh auf freiwilliger Basis eine Laufrunde um die Insel statt. Hauptsächlich durften wir unsere Freizeit in Absprache mit den Professoren eigenständig gestalten. (Veljko Kalabic)

Schnell war klar, dies ist keine normale Woche! Hier kann man gelerntes aus dem Unterricht praktisch anwenden. Vor allem das Schnorcheln in der Bucht war einzigartig! Man sieht Pflanzen und Lebewesen, welche man sonst nur im Buch oder digital am Computer oder Beamer sieht. Hier konnten wir zum Beispiel nach Muscheln, Schnecken, Seegurken, Seeigel, Schleimfische oder Seegras tauchen. Sie anschließend im Mikroskop begutachten, zeichnen und bestimmen. (Günter Seidner)
Unser Lieblingstier durften wir dann unter dem Binokular betrachten und später dann skizzieren. Nach dem anstrengendsten Teil (dem Skizzieren) mussten wir noch das Tier bestimmen. Das war meiner Meinung nach der spannendste Teil. (Raffael Pesendorfer)

Die Vorträge und die praktischen Übungen hatten wir bereits alle hinter uns, somit stand nur noch Genießen auf dem Programm. Um 9:30 kämpften wir uns durch die Hitze vor zu unserem Boot für den Tag. Mit diesem sollten wir dann verschiedenste Orte, sowohl auf dem Meer als auch an Land besuchen. Die Schattenplätze waren so begehrt, dass sogar unser langsamster Schüler einen Usain-Bolt-artigen Sprint hinlegte. Unsere erste Haltestation war draußen am Meer. Die Schnorchelausrüstung wurde angelegt, damit wir dann eine Grotte näher unter die Lupe nehmen konnten. Auch wenn das Platzangebot innen nicht die Crème de la Crème war, konnte man darüber hinwegsehen. Einerseits, weil es die Mutter Natur so konzipiert hat und andererseits, weil der Anblick des riesigen Aufgebotes an Planzen und Tieren zu schön war. Danach überprüften wir, ob die Schwerkraft auch in Kroatien funktioniert, indem wir uns, manche kontrolliert, manche weniger kontrolliert, über Bord warfen. (Richard Schmid)
… danach kamen wir zu der zuvor besprochenen Grotte. Dort sahen wir Rotalgen und andere interessante Lebewesen. Danach kamen wir zur Blumeninsel. Dort gab es sehr gutes Mittagessen und gutes Eis. Wir spazierten auf der Insel, die sehr schön war. Beim nächsten Stopp erkundeten wir den Sandboden unter Wasser.  Dort sahen wir Seegraswiesen und Steckmuscheln. Schon bei einem kleinen mechanischen Reiz schlossen diese sich. (Lukas Schobesberger)
Der letzte Stopp war meiner Meinung nach der schönste. Das Boot hielt etwas weiter vom Ufer entfernt, an einer Stelle an der das Meer schon tiefer als 5 Meter war. Das Meer war wunderschön türkis und unglaublich klar. (Franziska Seigner)

Es war eine unglaublich schöne Zeit, an einem unglaublich tollen Ort, mit herrlichem Wetter, gutem Essen, den besten Klassenkameraden die man eben so haben kann und den engagiertesten Lehrern die ich kenne. Ich erinnere mich nur zu gut daran, wie ich vor unserer Fahrt noch starke Zweifel hatte, ob ich mich überhaupt ins Wasser traue, da ich dem Meer normalerweise etwas skeptisch gegenüberstehe. Doch schon am zweiten Tag hatte ich keinerlei Sorgen mehr, und habe mich ins Meer verliebt. Das war zweifelsohne die schönste Schulwoche die ich bisher je hatte. (Tina Forstner)

Es war nicht nur eine extrem coole, sondern auch wirklich eine lehrreiche Woche, die zumindest ich nicht so schnell vergessen werde. Vielen Dank auch an unsere Professoren, die uns nicht nur eine echt coole Woche ermöglichten und organisierten, sondern uns auch durch die Woche begleiteten und diese somit mitgestalteten! (Veljko Kalabic)