Unheilbar krank – was nun?

Wir, die Ethikgruppe der 7cr, durften am 22.10.2018 die Palliativstation des Krankenhauses Steyr besuchen. Auf einer Palliativstation finden Menschen vorübergehend (normalerweise 1-2 Wochen) Aufnahme, die an einer unheilbaren Krankheit im fortgeschrittenen Stadium leiden. Ziel ist nicht die Heilung, vielmehr geht es darum, dem Leben mehr Qualität zu geben. Auf der Palliativstation geht es nicht nur um die körperlichen Leiden, sondern auch um die psychischen Belastungen, und das sowohl für die Erkrankten, als auch für die Angehörigen.

Eine etwas andere Bedeutung kommt den Hospizen zu: In ihnen wird man bis zu seinem Tod begleitet, betreut und gepflegt.

Das Team der Palliativstation besteht aus Ärzten, Pflegern, Physiotherapeuten, Psychologen, Seelsorger und Sozialarbeitern, welche sich viel Zeit für die Patienten nehmen. Die Wünsche und Bedürfnisse der Patienten stehen an erster Stelle (Zum Beispiel gibt es vorgesehene Raucherräume und auch Alkohol ist nicht verboten). Die Station in Steyr im Speziellen umfasst 12 Betten, wobei ein 1 Doppelzimmer integriert ist. Sie ermöglichen durch pflegerische Maßnahmen eine möglichst beschwerdefreie Zeit. Der bevorstehende Tod wird in den Gesprächen nicht ausgeklammert, spielt aber auch keine zentrale Rolle. Das merkt man auch an der äußerst freundlich gestalteten Station mit einer gerne genutzten Sonnenterrasse.

Besonders bedanken möchten wir uns bei Diplomschwester Gertrude Grafeneder, die uns sehr herzlich empfangen und sich viel Zeit genommen hat. Auf sehr sensible Art brachte sie uns die Themen Tod und Trauer näher. Berührend war, wie fürsorglich und respektvoll todkranke Menschen in der Palliativstation begleitet werden.

Die Ethikgruppe der 7cr (Anna-Lena Scharre, Tina Forstner, Franziska Seigner, Veljko Kalabic, Felix Kainz, Tarkan Akboğra, Marianne Kapeller)

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