Lateinolympiade

Wer braucht schon Rom, wenn man Linz haben kann – über den Landeswettbewerb der Lateinolympiade 2026 

von links nach rechts: SQM Mag. Julian Schreibmüller, LAbg. Mag.a Dr.in Elisabeth Manhal, Dalila Sekeric (8cr), Greta Gattol (8a), Daniel Schmalzer (BRG/BORG Schloss Traunsee), Emil Mistlberger (7cr), Flora Maria Neumayer (8cr), Prof. Stefan Umgeher, LAbg. Mag.a Regina Aspalter, Lukas Öttl, MEd (OÖ-ARGE-Leitung Griechisch), Mag. Peter Glatz (OÖ-ARGE-Leitung Latein). Foto: Dr. Andreas Thiel.

„Puella ad amicum munera promittentem – Eine Geliebte schreibt an ihren Liebhaber, der ihr Geschenke verspricht“ … das waren die ersten Worte, die das fünfköpfige Lateinolympiaden-Team Gmundens heuer beim Klausurtext vorfand. Eine ganze Blumenwiese (Zitat von Daniel: „da wusste ich, dass ich halt die ganzen Blumen im Wörterbuch nachschauen muss“), glänzende Edelsteine und edle Gewänder habe ihr der junge Mann versprochen; doch die Enttäuschung folgt: „Omnia promittis, sed nulla mihi mittis – alles versprichst du, aber nichts schickst du mir“. Der Liebende erwidert erleichtert: Er wisse nun, dass sie ihn wirklich liebe, und er versichert, sie sei die einzige in seinem Herzen. 

Auch wenn uns die Top-Platzierungen verschlossen blieben, so standen gemäß dem heurigen Motto „Amor vincit omnia – die Liebe besiegt alles“ die Liebe zur lateinischen Sprache, aber auch die Liebe zum Miteinander im Vordergrund. So entwickelte sich die Anreise in der Früh im Zug zu einer Lektürerunde im Stile eines literarischen Zirkels, der so manchen anderen Fahrgast fragend zurückließ. Am Heimweg durfte die schon als Tradition implementierte Beschaffung eines süßen Desserts am Linzer Hauptbahnhof nicht fehlen, um auch die Rückreise möglichst angenehm zu gestalten. Und dazwischen gingen die einen auf die Suche nach einem gemütlichen Kaffeehaus in der Linzer Innenstadt, während der andere – UMS mit der Wahrheit zu halten – in einem dunklen Kammerl über Klausuren gebeugt nichts vom sonnigen Wetter genießen durfte. 

An mein geschätztes OLAT-Team: Ich gratuliere euch herzlich zu eurer Begeisterung für die klassischen Sprachen und eurer Freude, immer wieder neue Texte kennenzulernen, mit Hilfe von Übersetzungen zu erschließen und im Anschluss zu diskutieren. Damit beweist ihr Kernkompetenzen, die ganz sicher niemals alt werden. Und es ist für mich unglaublich schön mitanzusehen, wie ihr jeden Freitagnachmittag wieder daran feilt und darin – trotz bereits hohem Level – immer besser werdet. 

Wenn du, liebe Leserin, lieber Leser, auch mehr Lektüreerfahrung sammeln, deine Übersetzungsfähigkeiten auf ein hohes Niveau anheben und deine Interpretationsansätze mit anderen Interessierten teilen und diskutieren möchtest, dann ist unser Vorbereitungskurs für die Lateinolympiade genau das Richtige für dich. Melde dich gerne bei UMS und komm‘ zum gemeinsamen Übersetzen und Interpretieren vorbei! 

Bericht von Prof. Stefan Umgeher (UMS) 

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