Mission 6CD_MaliLosinj2023

MISSIONSBESCHREIBUNG

Ziele: Sammeln von möglichst viel Wissen über die unbekannte H2O-Akkumulation “Mittelmeer”; Exploration und Analyse extrasolarer Lebensformen; umfangreiche Erkundung der Unterwasserwelt (Mali Lošinj, Kroatien); Ausbildung und Gruppenbildung der jungen Raumfahrer

Raumschiffpilot: Ingo
Missionsleitung: Eva Möslinger, Lena Harringer, Melanie und Claus Berent
Teilnehmer: Auswahlgruppen 6CR und 6DR (Naturwissenschaftliche Sektion)
Umfang: 21.05 05:45 – 27.05 04:30

PROTOKOLL

Wir schreiben das Jahr 2023: Sonntag, 6 Uhr morgens
Das Ingo-Shuttle kann pünktlich (ja, sogar die üblichen Zuspätkommer waren rechtzeitig da!) um 6 Uhr abheben. Nach ein paar kurzen Instruktionen geht es auch schon mit halber Lichtgeschwindigkeit los. Schüler und Lehrer sind zerknittert, verschlafen, aber entschlossen und bereit für das Abenteuer.

Nach ca. 9 Stunden Flug kommen wir ohne nennenswerte Turbulenzen im Camp Cikat in Mali Losinj an. Unsere Körperteile sind stark komprimiert und erschöpft von der hohen Beschleunigung, dennoch können wir uns langsam an die neuen klimatischen Bedingungen auf dem Exoplaneten namens “Kroatien” anpassen.

 

Zunächst beziehen wir unsere Raumkapseln (Meerblick-Appartements der Villa Kredo). Badesachen raus! Jetzt wird das unbekannte Gewässer getestet (H2O, 3,8% NaCl). Achtung – Kontakt mit den Augen kann zu starken Schmerzen führen! (Gefahrensymbol R36) Die Unterwasserwelt ist artenreich und farbenfroh (Notiz: nur bis ca. 3-5 Metern Wassertiefe, danach werden die Farben nach und nach absorbiert) und wird sofort mit Schnorchelgeräten und Hochsicherheits-Wasseranzügen examiniert.

Die dichte Zusammensetzung des Gewässers muss zu Zeitdilation führen, denn nach wenigen Momenten steht schon das Abendessen im Restaurant des Hotels Helios auf dem Plan. Erschöpft von der langen Fahrt und gespannt, was uns die Woche bringen wird, begeben wir uns um 22:00 in unsere Raumkapseln und ruhen unsere Gehirne für die anstehenden Abenteuer und Expeditionen aus…

TAGESPLAN

Morgens um 07:00 ist als erstes der freiwillige Trainingsdrill angesagt, bei dem wir unserer Muskelschwächung aufgrund der veränderten Gravitationsbedingungen entgegenwirken. Unter Kommandantin und Crew-Trainerin Melanie Berent stehen abwechselnd Joggen and der Meeresküste und energetisches Yoga mit Sonnengrüßen (Sonne = Gelber Zwerg, äußerer Bereich der Milchstraße) auf dem Plan.

Bald darauf um 08:30 findet ein fruchtiges Frühstücksbuffet im Hotel Helios statt. Danach beginnen die naturwissenschaftlichen Trainingseinheiten mit unseren, auf dem Exoplaneten stationierten und erfahrenen Trainern Christian und Mario. Wie ein Unterwasserschwamm (Sessile Makrofauna, aktive Filtrierer) saugen wir das neue Wissen fasziniert auf.

Auf die theoretischen Grundlagen folgen Praxis-Einheiten: Wir begeben uns mit Schnorchelgeräten ausgerüstet ins mäßig warme, auch ohne Hochsicherheits-Wasseranzügen aushaltbare, 20°- Wasser. Dort startet die anspruchsvolle Suche nach marinen Spezies. Mithilfe modernster Technik (Kescher und Marmeladengläser) gelingt es uns, einige Exemplare zu fangen und anschließend unter dem Mikroskop zu examinieren. Wir halten sie grafisch fest und versetzen sie schließlich zurück in ihr natürliches Habitat. Am Nachmittag folgt dasselbe Trainingsprogramm aus Theorie und Praxis wie vormittags.

Glücklicherweise bleibt uns nach einem langen Tag an anspruchsvollen Forschungsarbeiten noch ein wenig Freizeit. Wir beschäftigen uns gerne mit Stoffbällen, die mit gasförmigem Sauerstoff gefüllt sind (man nennt es hier auch “Volleyball”) oder besichtigen mit den Missionsleitern die Stadt Mali Lošinj. Auch bis spät in die Nacht unterhalten wir uns gerne, um den Teamgeist der Crew zu stärken.

EXPEDITION „Ilovik“

Am Donnerstag steht statt dem üblichen Tagesablauf eine Forschungsreise zur Insel Ilovik auf dem Programm. Mit unserer Ausrüstung, etwas Proviant und Pokerkarten bepackt steigen wir aufs enge, aber gemütliche Space-Shuttle. Auf der Reise sichten wir sogar eine Gruppe von hochintelligenten Säugetieren (Delphinidae). Auf Ilovik angekommen starten wir die Erkundung des unbekannten Bodens. Wir sondieren eine Grotte und führen anschließend an einer Klippe einige Fall-Experimente an unserem eigenen Körper durch (Ergebnis: im freien Fall erhöht sich die Stimmfrequenz und der Schallintensitätspegel). Nach der langen Aussetzung an UV-Strahlung fühlen wir uns erschöpft und die Rückreise erfolgt gemächlich; für Unterhaltung sorgt eine Gruppe plötzlich aufgetauchter Bikiniträger (weitgehend unerforschte Lebensformen Mali Lošinjs).

Freitag ist leider schon die Rückreise nach Österreich angesagt. Nach einem letzten nachmittäglichen Stadtausflug steigen wir abends ins Ingo-Shuttle (Warp 9.9!), das uns über Nacht sicher nach Hause transportiert.

FAZIT

Trotz ständig nasser Ausrüstung und Sand in unseren Haaren konnten wir die Expedition erfolgreich abschließen.

Akquiriertes Wissen: Sessile und vagile Makrofauna des Meeres, Felsküste, Fischerei, marine Phytale

Gruppengemeinschaft: A+

Volleyballkenntnisse: C-

Pünktlichkeit: naja

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Besonderer Dank richtet sich an Frau Professor Möslinger für die Planung dieser großartigen Reise. Wir wünschen Ihnen von ganzem Herzen eine angenehme Pension. Sie dürfen auf Ihre erfolgreiche Unterrichtszeit zurückblicken und wissen, dass Sie als Lehrerin unzählige Schüler unterstützt und in vielen die Begeisterung für die Biologie geweckt haben.

 

In Mali Lošinj hat mir das Zusammenwachsen unserer Klassen am besten gefallen. Es war einfach schön, Zeit miteinander zu verbringen und dabei auch noch etwas zu lernen.
(Eva Lamprecht 6cr)

Das Highlight der ganzen Reise war neben Sonnenschein und Tauchausflügen, dass wir unsere Klassengemeinschaft als zukünftige 6c&dr gestärkt haben. :)
(Flora Schachner 6cr)

Mein bestes Erlebnis waren die Ausflüge, die in Folge der Reise getätigt wurden, da wir die majestätischen Städte Ilovik und Mali Losinj näher kennenlernen konnten.
(Lucas Höglinger 6dr)

Mein schönstes Erlebnis auf der Reise war eindeutig das Sternenglitzern im Meer (Biolumineszierende Algen). Wir sind um 22:00 im Dunkeln aufs Meer hinaus geschnorchelt und es war, als würde man in einem Sternenhimmel baden. Mit jeder Bewegung leuchten überall um einen herum winzige Algen auf.
(Ennio Binder 6dr)

Die Protokollanten behalten sich vor, Schülerzitate leicht abzuändern und zu kürzen

(Maris und Ennio)

Fotos von: BEC, BER, HAL, MOE

Fotos: Schüler:innen der 6.Klassen

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